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[4]Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

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Print: ISBN 978-3-7910-4173-5 Bestell-Nr. 13012-0001
ePub: ISBN 978-3-7910-4175-9 Bestell-Nr. 13012-0150
ePDF: ISBN 978-3-7910-4174-2 Bestell-Nr. 13012-0100

Magnus Hindersmann / Gregor Nöcker
Tax Compliance
1. Auflage, März 2019

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Lektorat: Steuern II

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[11]Vorwort

Unternehmer machen Geschäfte und wollen ihren Gewinn maximieren. Steuern spielen dabei eher eine Art Nebenrolle. Sie sind Kosten, die es zu minimieren gilt, soweit man überhaupt an sie denkt. Anders als für die steuerlichen Berater oder die Finanzverwaltung werden steuerliche Fragen in kleinen und mittleren Unternehmen deshalb nicht immer mit der nötigen Sorgfalt vom Unternehmer und seinen Mitarbeitern beachtet. Kommt es zu einer steuerlichen Prüfung, kann sich dies rächen. Auch ohne absichtlich begangene Fehler drohen Strafe und Buße.

Tax Compliance Systeme (Tax CMS) scheinen eine Art Lösung zu sein. Werden sie im Unternehmen eingeführt und auch gelebt, könnte die Finanzverwaltung vorhandene Pflichtverletzungen im steuerlichen Bereich als schuldlos ansehen. Jedenfalls spricht sie in Tz. 2.6 AEAO zu § 153 davon, dass ein internes Kontrollsystem (IKS) ein Indiz dafür sein könnte. Wie sich das IKS vom Tax CMS unterscheidet, was wirklich in kleinen und mittleren Unternehmen nötig und machbar ist, wie der steuerliche Berater helfen kann und welche Instrumente denkbar sind – all das erschließt sich nicht auf Anhieb.

Eine wertvolle Hilfestellung, damit der Berater, aber auch der steuerlich interessierte Unternehmer die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit der Einführung eines Tax CMS einschätzen kann, gibt das vorliegende Buch. Es zeigt auf, welche Fehler zu vermeiden sind, wie Kontrollen sinnvoll angewandt werden und wie der Berater eingebunden sein kann. Zahlreiche Checklisten und Anlagen ergänzen und runden es ab und helfen, einen schnellen Einstieg in wichtige Teilaspekte zu bekommen.

Osnabrück, Januar 2019

Magnus Hindersmann
Gregor Nöcker

[13]Abkürzungsverzeichnis

Abs. Absatz
AG Aktiengesellschaft
AO Abgabenordnung
AO-StB AO-Steuerberater (Zeitschrift)
AEAO Anwendungserlass zur Abgabenordnung
AStBV (St) Anweisungen für das Straf- und Bußgeldverfahren (Steuer)
BB Betriebsberater (Zeitschrift)
BBK Betrieb und Rechnungswesen (Zeitschrift)
BA Betriebsausgaben
BE Betriebseinnahmen
BFH Bundesfinanzhof
BFHE Bundesfinanzhof Entscheidungssammlung
BFH/NV Sammlung nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH
BGBl Bundesgesetzblatt
BGH Bundesgerichtshof
BMF Bundesministerium der Finanzen
BpO Betriebsprüfungsordnung
BStBK Bundessteuerberaterkammer
BStBl Bundessteuerblatt
BT-Drs. Bundestagsdrucksache
Bustra Bußgeld- und Strafsachenstelle
CFO Chief Financial Officer
CMS Compliance-Management-System
DB Der Betrieb (Zeitschrift)
DStR Deutsches Steuerrecht (Zeitschrift)
DStZ Deutsche Steuerzeitung (Zeitschrift)
EGAO Einführungsgesetz zur Abgabenordnung
EstG Einkommensteuergesetz
FG Finanzgericht
[14]FGO Finanzgerichtsordnung
FR Finanzrundschau (Zeitschrift)
ggf. gegebenenfalls
GmbH-StB (Zeitschrift)
GoB Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
GoBD Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff
HGB Handelsgesetzbuch
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer
i. S. d. im Sinne der/des
i. V. m. in Verbindung mit
IKS Innerbetriebliches Kontrollsystem
KapG Kapitalgesellschaft
KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbericht
N.N. nicht nominiert
NWB Neue Wirtschaftbriefe (Zeitschrift)
OWiG Gesetz über Ordnungswidrigkeiten
RMS Risikomanagementsystem
Rz. Randziffer
s. siehe
S. Seite
SRP Summarische Risikoprüfung
StBerG Steuerberatungsgesetz
StBp Die steuerliche Betriebsprüfung (Zeitschrift)
StPO Strafprozessordnung
TCO Tax Compliance Officer
Tz. Textziffer
u. a. unter anderem
UstG Umsatzsteuergesetz
vgl. vergleiche
z. B. zum Beispiel

[15]Teil I: Tax Compliance – sinnvoll und nötig?

[17]1 Einleitung

Tax Compliance ist in aller Munde. Man kann den Eindruck gewinnen, dass es als eine Art Allheilmittel gesehen wird, die verantwortlichen Personen im Unternehmen vor Strafe und Buße zu bewahren, wenn etwas im steuerlichen Bereich falsch gelaufen, aber nicht absichtlich falsch behandelt worden ist. Als Berater solcher Unternehmer merkt man erst dann, wenn die Finanzverwaltung mittels Betriebs- oder gar Steuerfahndungsprüfung das Unternehmen untersucht, welche Art von Mandant man da eigentlich betreut. Zwar ist auch die Mehrzahl der Unternehmer der Ansicht, dass Steuern bezahlt werden sollen, jedoch sollte dies möglichst effektiv und damit kostengünstig geschehen. Der Steuerberater hat im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses deshalb nicht nur den steuerlich relevanten Gewinn zu minimieren, sondern darüber hinaus auch Gestaltungen aufzuzeigen, die die Steuerlast weiter reduzieren helfen.

Als Berater freut man sich, wenn der Unternehmer bzw. seine für solche Fragen zuständigen Mitarbeiter die Zeit finden, das Unternehmen in seiner Organisation einschließlich der Ablauforganisation zu beschreiben, um unter Beachtung der sich dabei andeutenden steuerlichen Risiken geeignete steuerliche Maßnahmen zu entwickeln. Denn Steuern stellen zwar generell einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor dar, in vielen Unternehmen spielen sie dennoch eine Nebenrolle und werden unterjährig entsprechend stiefmütterlich behandelt. Der Unternehmer und seine Mitarbeiter machen Geschäfte und hoffen, steuerlich einigermaßen korrekt zu bleiben.

Aufgeschreckt durch eine Änderung des Anwendungserlasses zur Abgabenordnung (AEAO) zu § 153 AO und die nachfolgenden zahlreichenden Beiträge in der Fachliteratur sowie die entsprechenden Vortragsveranstaltungen, werden nun in Unternehmen Tax-Compliance-Systeme eingeführt, die helfen sollen, ggf. vorhandene Pflichtverletzungen im steuerlichen Bereich schuldlos erscheinen zu lassen. Schließlich geht die Finanzverwaltung in Tz 2.6 AEAO zu § 153 davon aus, dass ein implementiertes und gelebtes steuerliches internes Kontrollsystem ein Indiz dafür sein könne, dass steuerliche Pflichtverletzungen weder vorsätzlich noch fahrlässig begangen worden seien.

Ob eine solche Folgenlosigkeit überhaupt denkbar ist, soll ebenso wie Fragen rund um die daneben bestehende steuerliche Haftung der handelnden Personen dargestellt werden. Auch werden die im Anhang abgedruckten Hinweise der Bundesteuerberaterkammer nebst Beispielen für ein steuerliches innerbetriebliches Kontrollsystem (Steuer-IKS) behandelt. Das vorliegende Buch, dessen kritische Grundeinstellung zum Tax Compliance sicherlich schnell deutlich wird, möchte den Berater von kleinen und mittleren Unternehmen darin unterstützen, die mediale und fachliche Aufmerksamkeit für Tax-[18]Compliance-Management-Systeme (Tax CMS) zu nutzen, um im Rahmen vorausschauender Beratung die Wichtigkeit von Steuern im unternehmerischen Alltag eindringlich zu betonen. Insoweit sollen (einfache) Instrumente aufgezeigt werden, mit denen der Berater wie auch der Unternehmer steuerliche Risiken erkennen und steuern können. Nur so wird sichergestellt, dass das Thema Steuern nicht zu kostenträchtig wird.