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Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft · Steuern · Recht GmbH, Stuttgart

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Print:ISBN: 978-3-7910-4318-0Bestell-Nr.: 10294-0001
ePDF:ISBN: 978-3-7910-4320-3Bestell-Nr.: 10294-0150
ePub:ISBN: 978-3-7910-4319-7Bestell-Nr.: 10294-0100

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Umschlagentwurf: Goldener Westen, Berlin
Umschlaggestaltung: Kienle gestaltet, Stuttgart
Bildnachweis Cover: Shutterstock.com
Satz: Claudia Wild, Konstanz

September 2018

Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart
Ein Unternehmen der Haufe Group

1   WORUM: Worum geht es eigentlich? – eine Einführung

Das Leben eines Menschen kann man sich selten als eine gerade Linie vorstellen, die nach oben oder nach unten verläuft. Wenn wir die von mir gezeichnete Linie in Abb. 1 (im wahrsten Sinne des Wortes) unter die Lupe nehmen, werden wir sehen, dass sie aus kleinen Punkten oder Strichen zusammengesetzt ist. Ähnlich ist es auch mit unserem Leben, das aus vielen kleinen Fragmenten – den Lebensabschnitten – besteht. Diese Lebensabschnitte können für uns manchmal bedeutungslos sein. Wer von uns kann sich daran erinnern, wann er ein erstes Mal geniest, die erste Telefonrechnung bekommen hat oder Ähnliches. Diese Momente sind für uns bedeutungslos, weil sie uns weder unsere Energie rauben, noch uns welche geben. Anderweitige Ereignisse bringen uns auf andere Stufen der Entwicklung: Wir fangen an zur Schule zu gehen. Wir sind damit fertig und gehen Studieren oder lassen uns ausbilden. Die „besten Zeiten“ sind vorbei: Wir kriegen einen Job und gehen arbeiten. Es bleibt weiterhin nicht statisch: Wir werden befördert und werden zum Chef – oder verlieren den Job. Oder wir wechseln diesen und erleben Neues. Irgendwann kommt der nächste Abschnitt, und wir gehen in Rente. Bei manchen läuft dieser Prozess evolutionär, selbstlaufend ohne Ebbe und Flut, so wie in Abb. 2a dargestellt. Bei anderen gestaltet er sich jedoch revolutionär (Abb. 2b). Egal, wie es passiert, die Veränderungen können bei uns Spuren hinterlassen. Dieser Wandel im Leben kann schmerzhaft oder ohne Wimpernzucken geschehen, der Übergang kann ewig dauern oder in einem klitzekleinen Moment passieren. Außerdem brauchen solche Veränderungen gewisse Energien, um in die von uns gewünschte Richtung laufen zu können.[2]

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Abb. 1: Das Leben eines Menschen

In diesem Buch geht es darum, wie wir solche Veränderungen erfolgreich gestalten können, immer unter der Voraussetzung, dass das Leben selbst eine Veränderungsreihe ist. Worum es hier eigentlich[3] gehen soll, ist, dass wir aus unseren vielen Lebensabschnitten einen heraussuchen und als Beispiel nehmen. Ich schlage vor, dass wir uns mit dem Übergang vom Studium oder der Ausbildung zum Beruf auseinandersetzen. Alternativ mit dem Übergang von einem Job zu einem anderen. In meinem Buch „Lernen lernen in Studium und Weiterbildung“ (Bazhin 2017) befasste ich mich auch mit einer Veränderung, mit einem Übergang, nämlich mit dem von der Schule zur Hochschule. Wenn dieser Übergang mehr von Methodenkompetenz (über Schlüsselkompetenzen werden wir noch ausführlich sprechen) gekennzeichnet ist, sind die Selbstkompetenzen das Alfa und Omega des Übergangs vom Studium/Ausbildung zum Beruf, oder des Wechselns von einem Job zu einem anderen.

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Abb. 2a: Evolutionäre Entwicklung des Lebens

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Abb. 2b: Revolutionäre Entwicklung des Lebens

Mit diesem Buch möchte ich bei meinen Leserinnen und Lesern den reflexiven Prozess anstoßen. Eine Reflexion über mich als Person und über mich als Mensch, der ich gerade vor gewissen Veränderungen stehe, mit denen ich mich – wohl oder wehe – auseinandersetzen muss.

Worum es hier nicht geht? Hier geht es nicht um die Bewältigung eines Bewerbungsprozesses, auch nicht um die Stellensuche. Dafür gibt es auf dem Markt genug gute Literatur. Es geht hier auch nicht um die Ratschläge, die man gewöhnlich in dieser Lebensphase bekommt. Dies ist schließlich kein Ratgeberbuch. Man kann sowieso einem jeden individuellen Menschen keine pauschalisierten Ratschläge verpassen. Dem Einen werden sie vielleicht helfen, dem Anderen womöglich auch nicht. Wir machen das Ganze auf eine andere Art und Weise. Wir versuchen, gemeinsam in das Thema einzutauchen, und wir begeben uns auf die Reise, die mit Veränderungen zu tun hat. Ich will niemanden belehren, sondern ich möchte während unseres Gespräches mithilfe von Reflexion, Beispielen und Übungen meinen geschätzten Leserinnen und Lesern eine Möglichkeit geben, selbst[4] das Thema zu überdenken, zu verspüren, zu erleben, zu analysieren und sich schließlich auf die Veränderungen vorzubereiten.

In diesem Buch geht es auch nicht profund um die Theorie des Veränderungsprozesses. Mit der Theorie dessen befassen sich leidenschaftlich Philosophen, Soziologen und andere Gelehrte. Ich will hier die Veränderungen als energetischen Treibstoff betrachten und ganz pragmatisch für das Thema des Buches nutzen. Wenn du etwas im Allgemeinen über Veränderungsprozesse wissen möchtest, musst du zu entsprechender Literatur greifen.

Bevor wir bei der Frage „Warum brauchen wir dieses Buch?“ landen, will ich zwei Anmerkungen machen: Ich bevorzuge eine induktive Vorgehensweise, ich gehe also vom Besonderen zum Allgemeinen. So ist es mir auch mit diesem Buch ergangen: Zuerst mal konzipierte ich die Veranstaltungen zu diesem Thema, die ich erfolgreich durchführte. Danach kam die Idee, die Inhalte der Kurse aufs Papier zu bringen und in Form eines Buches zu veröffentlichen. Also, zuerst war die zwischenmenschliche, persönliche Kommunikation während der Veranstaltung, und jetzt kommuniziere ich die Inhalte schriftlich für die Allgemeinheit. Um weiter auf der persönlichen Ebene zu bleiben, schlage ich vor, die Du-Form zu benutzen. So wird die schriftliche Kommunikation erleichtert und ich bleibe mit euch, liebe Leserinnen und Leser, weiter im quasi-persönlichen Kontakt. Ach ja, des Weiteren muss ich noch anmerken, dass aufgrund der Sprachökonomie im Folgenden auf die weibliche Form bei Personenbezeichnungen verzichtet wird.[5]

Und vielleicht noch eine allerletzte einführende Anmerkung – versprochen: Ich werde in diesem Buch viele Beispiele verwenden. Beispiele, die sich auf Personen im öffentlichen Mainstream beziehen, seien es Schauspieler, Sänger, Modedesigner, Politiker usw., sind sehr wertvoll, da dies Personen sind, von denen wir jeden Tag Informationen durch TV und Presse erhalten. Hauptsächlich werde ich allerdings Beispiele aus der Politik aussuchen, weil wir nämlich in diesem Buch viel über Persönlichkeitsmerkmale sprechen werden, und diese sind bei Schauspielern und Sängern oft verdeckt, da sie halt – Schauspieler sind. Den Politikern fällt es manchmal schwerer, uns „Verbraucher“ mit der Schauspielerei zu bezaubern, daher sind Akteure der politischen Szene einfacher zu durchschauen. Zudem werde ich Beispiele aus der Literatur geben, da die Schlüsselfiguren der von mir als Beispiele ausgesuchten Werke ganz gut beschrieben sind. Wenn mir kein Beispiel aus der Literatur oder Politik einfällt, nenne ich dir eines aus meiner persönlichen Erfahrung.[6]

So, jetzt aber Schluss mit den einführenden Worten! Wir kommen zur Sache…

2   WARUM: Warum brauche ich das Buch?

Ich liebe Veränderungen! Und ich weiß warum: Sie bringen mir Abwechslung und Freude, sie beliefern mich mit guter Stimmung und Spannung, sie bespaßen und beglücken mich, sie beschenken mich mit neuen Entdeckungen und Lernereignissen, sie bringen mich zum neuen Zustand meines Daseins. Ich suche selbst die Veränderungen, da ich die oben beschriebenen Eigenschaften bzw. Zustände brauche, um mich lebendig zu fühlen. Ich bin aber ich. Ich weiß genau, was für eine Person ich bin, welche Persönlichkeitsmerkmale ich habe, was für ein Lebenstyp ich bin. Ich verstehe ganz gut, dass andere Menschen, diese Eigenschaften bzw. Zustände nicht brauchen, weil sie andere Persönlichkeiten sind. Daher ist es enorm wichtig, bevor man sich mit den Veränderungen auseinandersetzt, zu verstehen, wer man denn selbst eigentlich ist, wonach man denn überhaupt strebt…

Du kannst dieses Buch als ein Instrument betrachten, als ein Werkzeug, das dir eine Unterstützung oder gar eine Hilfe leistet, um zu verstehen, wer du bist, und wonach du strebst. Wenn du keine Unterstützung dabei brauchst, kann das Buch für dich trotzdem von Interesse sein, um zu erfahren, was man anders tun kann, welche Alternativen es zu diesem oder jenem Thema gibt sowie um andere Menschen besser zu verstehen.[7]

Ich arbeite sehr gerne mit Fragen. Fragen verhelfen uns, allgemeine Unklarheiten zu beleuchten, in ein spezifisches Thema tief einzudringen, Einzelheiten zusammenzubringen usw. Auch bei unseren Themen möchte ich gerne mit dir mithilfe von Fragen arbeiten. Du brauchst dieses Buch, um für dich Antworten auf folgende vier „W“- Fragen zu finden: WAS, WER, WORÜBER und WONACH. Warum diese Fragen wichtig sind, werden wir bald erfahren. Manchmal zielen diese Fragen auf mich als Person – WIE oder auf ein Objekt oder ein Subjekt – WER oder WORÜBER, manchmal deuten sie auf Prozesse, wie zum Beispiel WONACH. Egal, was diese Fragen semantisch-linguistisch beschreiben, für uns ist es wichtig, wie diese Fragen zu uns, in unserem thematischen Kontext stehen, wie sie uns helfen, mit dem Thema „Veränderungen“ in Bezug auf den Übergang vom Studium oder der Ausbildung zum Beruf umzugehen.

Die Frage „WER“ wird bald behandelt mit dem Ziel, zu verstehen, wer ich bin. In diesem Kapitel möchte ich abschließend die WER-Frage einsetzen: „WER profitiert von dem Buch?“ und sie präzise beantworten. Also, du profitierst von dem Buch vor allem, wenn du:

Das Buch wird für dich auch von Interesse sein, wenn du:

Und für alle Leser, die lernen, denken und reflektieren wollen sowie diejenigen, die Antworten auf obengenannte Fragen suchen.

Ich wünsche euch dabei viel Spaß!

 

Euer Alexander

 

P.S: An dieser Stelle möchte ich dich „vorwarnen“: Ich schlage dir in diesem Buch eine Menge an Übungen vor. Meistens sind diese reflexiver Natur. Reflexive Aufgaben bedürfen schriftlicher Festlegung der Ergebnisse. Deswegen nimm dir bitte Zeit für die vorgeschlagenen Übungen/Aufgaben und fixiere deine Antworten, Überlegungen und Fragen schriftlich. Wenn du meine persönliche Meinung, die aus dem Buch nicht ersichtlich ist, dazu brauchst, nimm einfach Kontakt mit mir auf und schreibe mir eine E-Mail:

Alexander.bazhin@a-s-k.org

3   WAS: Was sind die Schlüsselkompetenzen?

Es wird viel über die sogenannten Softskills geredet. Eine deutsche Bezeichnung dafür (nicht aber die Übersetzung) heißt „Schlüsselkompetenzen“. Manchmal wird auch das Wort „Schlüsselqualifikationen“ verwendet. Spürst du den Unterschied zwischen diesen zwei Begriffen? Eine Qualifikation braucht per Definition eine Qualifizierung. Das heißt, wir qualifizieren uns als Schullehrer, wenn wir ein Staatsexamen ablegen. Wir qualifizieren uns als Mediziner durch die Approbation. Wir qualifizieren uns als Vermögensberater zum Beispiel durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) und so weiter. Und als Anerkennung unserer Qualifikation bekommen wir ein Diplom, ein Zertifikat oder Ähnliches, also etwas, das wir einrahmen und stolz zur allgemeinen Bewunderung an die Wand hängen können. Kompetenzen können wir leider nicht einrahmen und auch nicht immer zertifizieren lassen, weil wir sie sehr schlecht beurteilen oder gar benoten können. Kompetenzen sind sehr subjektbezogen und gehen mit der persönlichen Entwicklung einher, sodass sie uns zu einer breiteren Palette an Handlungsmöglichkeiten führen. Warum brauchen wir denn Kompetenzen überhaupt? Die Antwort ist einfach: Wir benötigen diese, um uns den Anforderungen einer sich ständig ändernden Umwelt anzupassen. Ich kann weiter gehen und annehmen, dass die Einwerbung solcher Kompetenzen sogar einen evolutionären Vorteil haben soll. Ob die letzte Aussage in der Tat einen Fakt oder meine Spinnerei darstellt, ist ungewiss. In der Zeit von Charles Darwin, dem Vater der Evolutionstheorie, war noch keine Rede von Softskills.[9]

Diese evolutionär lebensrelevanten Kompetenzen, die wir mit der Lebenszeit erwerben, lassen sich im Laufe unseres Lebens ändern und entwickeln sich mit dem Alter weiter oder manchmal auch zurück. Sie sind für unser Leben schlüssig, und genau deswegen heißen sie Schlüsselkompetenzen. Der Terminus Schlüsselkompetenz ist heutzutage in aller Munde und geht mit dem Begriff des lebenslangen Lernens[10] einher. Helen Orth (Orth 1999) definiert den Begriff folgendermaßen: „Schlüsselkompetenzen sind erwerbbare allgemeine (nicht fachspezifische) Fähigkeiten, Einstellungen und Wissenselemente, die bei der Lösung von Problemen und beim Erwerb neuer Kompetenzen von Nutzen sind, so dass eine Handlungsfähigkeit entsteht, individuellen und gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden“. Es sei hier angemerkt, dass zwar unsere Persönlichkeit nur sehr begrenzt veränderbar ist, die Qualifikationen hingegen, die wir erlernen können, stark veränderbar sind. Interessanterweise, wenn du nach dem Begriff „Schlüsselkompetenzen“ bei den Bildern googelst, landest du bei unzähligen Abbildungen, die einen Schlüssel darstellen und sehr malerisch in der Verbindung mit einem Schlüsselloch stehen, hinter dem unser Erfolg sich verbirgt. Daher sagt man, Schlüsselkompetenzen seien der Schlüssel zum Erfolg. Ich würde diesen Begriff nicht so floskelhaft verwenden, sondern sagen, dass Schlüsselkompetenzen eine Brücke zwischen unserer Persönlichkeit und erworbenen Qualifikationen bauen (Bazhin 2017).

Man unterscheidet im Allgemeinen vier Klassen von Schlüsselkompetenzen:

  1. Selbstkompetenzen: die die Haltung zur Welt, zur Arbeit und zur eigenen Person beinhalten.

  2. Methodenkompetenzen: das Auf- und Ausbauen der Fähigkeiten, um adäquate Problemlösungsstrategien zu entwickeln, auszuwählen und anzuwenden.

  3. Sozialkompetenzen: Fähigkeiten, Informationen auszutauschen, zu kommunizieren sowie soziale Beziehungen aufzubauen, zu gestalten und diese zu pflegen.[11]

  4. Sachkompetenzen: stellen bereichsübergreifend einsetzbare Kenntnisse und Fertigkeiten dar.

Diese Struktur ist keine rigide Klassifikation. Vor allem Selbstkompetenzen, wovon in diesem Buch die Rede ist, können auch bei den anderen Kompetenztypen gefunden werden. Im Großen und Ganzen beinhalten Selbstkompetenzen folgende Fähigkeiten: Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit, Durchsetzungsvermögen und Ausdauer, Zuverlässigkeit und Verantwortlichkeit, analytisches, logisches und abstraktes Denken und Lernen, Kritik- und Urteilsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Kreativität sowie Problemlösefähigkeit. Du siehst aus den ersten Beispielen, dass Selbstkompetenzen etwas mit Werten zu tun haben. Und wenn es so ist, dann stimmt meine Annahme, dass die Schlüsselkompetenzen sich während der Evolution entwickelten, da es in dem Fall Charles Darwin eindeutig bewies, dass unsere Werte Produkte der Evolution sind (Darwin 2002).

Die angesprochenen Selbstkompetenzen können auf- und ausgebaut werden. Daher ist mein Appell an euch, liebe Leserinnen und Leser: Besucht Veranstaltungen, die Schlüsselkompetenzen wie unter anderem die Selbstkompetenzen fördern!

Mit diesem Buch möchte ich die Selbstkompetenzen fördern, die dazu befähigen, Antworten auf die folgenden Fragen zu bekommen: „Wer bin ich?“, „Worüber verfüge ich?“ und „Wonach strebe ich?“. Ich möchte dir ein Konzept des beruflichen Erfolgs, das auf einigen Selbstkompetenzen aufgebaut ist, kredenzen (Abb. 3). Ein Konzept, das dir gleichzeitig eine breite Palette an „Instrumenten“ anbietet, die es dir ermöglichen, deinem beruflichen Erfolg näher zu kommen. Das Konzept könnte dir ein wenig philosophisch erscheinen, ist aber nicht so in diesem Buch beabsichtigt. Ich möchte die oben formulierten Fragen auf ein ganz konkretes Thema transponieren: nämlich auf die Veränderungen und zwar nicht auf die allgemeinen, sondern in Bezug auf den Beruf oder manchmal auf die Berufung. Bei der thematischen Fokussierung sprechen wir im Großen und Ganzen darüber, wie wir die Veränderungen gestalten können – durch die Anerkennung unserer Persönlichkeit und die realistische Abschätzung der Fähigkeiten, durch die Zielsetzung und den effizienten Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen. Schlüsselkompetenzen beinhalten die Motivation, das Selbstvertrauen und den gesunden Umgang mit Stress. Schließlich umfassen sie die Fähigkeit, Hindernisse auf unserem Lebensweg zu überwinden, und die Reflexion über die Veränderungen, um erfolgreich durchs (Berufs-)Leben weiterzugehen.[12]

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Abb. 3: Selbstkompetenzkonzept zum beruflichen Erfolg