Cover

[4]Autoren:

o. Univ.-Professor Dipl.-Ing. Dr. Rolf Eschenbach, Wirtschaftsuniversität Wien/Österreichisches Controller-Institut/Contrast Management Consulting GmbH;

Mag. Dr. Helmut Siller, Betriebsberatung und Training, Wien.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Print: ISBN 978-3-7910-4515-3 Bestell-Nr. 20169-0002
ePub: ISBN 978-3-7910-4517-7 Bestell-Nr. 20169-0100
ePDF: ISBN 978-3-7910-4516-0 Bestell-Nr. 20169-0151

Rolf Eschenbach/Helmut Siller

Controlling professionell

3. Auflage, 2019

© 2019 Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft · Steuern · Recht GmbH

www.schaeffer-poeschel.de

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Bildnachweis (Cover): © Gorodenkoff, shutterstock

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[1]

Hinweis zum Urheberrecht

Abbildung

Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft · Steuern · Recht GmbH, Stuttgart

[11]Vorwort

Das Institut für Unternehmensführung der Wirtschaftsuniversität Wien sowie das Österreichische Controller-Institut forschen und lehren seit fast 50 Jahren auf dem Gebiet des Controllings. In den letzten rund 25 Jahren haben auch Fachhochschulen hier Anschluss gefunden und legen ihr Hauptaugenmerk vor allem auf die praxisnahe Verwertung, Erweiterung und Vertiefung von Controlling-Kompetenzen.

Das vorliegende Werk widerspiegelt das jahrzehntelange praktische Controller-Wirken der Autoren, ihre eigenen Erfahrungen sowie jene zahlreicher Controller und Controllerinnen im noch weitgehend analogen, jedoch zunehmend digitalen Zeitalter.

Das eindeutige Ergebnis dieser für Lehre, Forschung und Praxis fruchtbaren Entwicklung lautet aus heutiger Sicht:

Es geht heute um digital ausgerichtetes, qualitativ hochstehendes, professionelles Controlling. Auch Controlling als Managementsupport muss im Wirtschaftsleben fachkundig ausgeführt werden, denn nachhaltiger Erfolg ist heute einer professionell agierenden Unternehmensführung vorbehalten.

Unter Professionalisierung verstehen wir die Entwicklung einer Tätigkeit zu einem Beruf, einer Profession. Damit sind häufig höhere Arbeitsqualität und die Erreichung höherer Ziele verbunden. Weitere Attribute sind: wissenschaftlich fundierte Spezial- und Sozialkompetenz, Fachterminologie, Life-Long-Learning, Bewährung in der Praxis, herausfordernde Aufgaben, Freude am Beruf, an Innovationen und am Erfolg sowie die Existenz einer eigenen Interessenvertretung1.

Controlling setzt für eine professionelle Ausübung keine akademische Ausbildung voraus. Unzählige Controller sind auch ohne eine wissenschaftliche Qualifizierung erfolgreich. Diese Maßstab setzende Mehrheit hat viel zur Emanzipation von Controlling als eigenständige Funktion und zur fruchtbaren Entwicklung von Controlling als Profession beigetragen.

Dennoch ist wie in vielen Berufen auch im Controlling eine zunehmende Akademisierung festzustellen – was aber im Sinne von Horizonterweiterung, höherer Effektivität, kontinuierlicher Weiterbildung und vielfältiger Berufschancen durchaus wünschenswert ist. Zusätzlich findet in den letzten 25 Jahren, gemessen am gesamten Zustrom zu Controlling-Ausbildungen, ein überdurchschnittlich starker Zugang von Frauen statt.

Die Autoren betrachten Unternehmen (als Sammelbegriff für gewinn- und nicht-gewinnorientierte Institutionen, also NPOs und öffentliche Einrichtungen) aus der Sicht einer managementorientierten Betriebswirtschaftslehre als Systeme. Ein System ist eine geordnete Gesamtheit von Elementen, zwischen denen Beziehungen bestehen oder hergestellt werden können (vgl. Ulrich 1970, S. 105).

Die Systemtheorie ist ein interdisziplinärer Ansatz, der ein Unternehmen als System versteht, das sich selbst reguliert und mit anderen Systemen Austauschbeziehungen unterhält. Ein Unter[13]nehmen besteht aus Subsystemen, die voneinander abhängig sind (z. B. optimaler Einsatz von Personal, Leistungserstellung und -vermarktung). Jedes Teilsystem hat Beiträge zur Zielerfüllung des Gesamtsystems zu leisten. Controlling ist ein managementunterstützendes Subsystem.

Wodurch unterscheidet sich die vorliegende, dritte Auflage von der ersten und zweiten Auflage dieses Buches?

Hinweis: Um die Lesbarkeit dieses Werks zu erleichtern, kommt eine geschlechtsneutrale Anrede zum Einsatz. Wir haben uns bemüht, in Text und Beispielen sowohl weibliche als auch männliche Personen vorkommen zu lassen.

Aufbau und Zielgruppe dieses Buches

Einem »Profi« werden, wie auch im Sport, verglichen mit einem Amateur professionelle Eigenschaften zugesprochen. Die Unternehmenspraxis erwartet von Profi-Controllern höhere Qualifikation und Leistung als von Einsteigern oder »durchschnittlichen« Fachleuten, d. h. ein höheres Maß an Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie eine besonders stark ausgeprägte soziale und fachliche Kompetenz zur Lösung von unternehmerischen Herausforderungen.

Das vorliegende Buch folgt diesem Anspruch: Es versteht Controlling als Beruf und Berufung. Es ist in die folgenden Kapitel gegliedert:

Dieses Buch folgt einer laufend verbesserten und erfolgreichen Konzeption, die in mittlerweile jahrzehntelanger Forschung, Lehre, Praxis und dem stetigen Dialog zwischen diesen Lern- und Erfahrungswelten ausgebildet wurde.

Die Autoren zeigen vor allem, wie Controlling im digitalen Zeitalter nachhaltig erfolgreich und professionell betrieben werden kann, und weniger, was Controller alles können sollten. Genau deshalb ist es möglich, eine inhaltlich so umfangreiche Materie wie Controlling relativ kurz und prägnant darzustellen.

[14]An wen richtet sich das Buch?

Voraussetzungen für das Arbeiten mit diesem Buch sind Vorkenntnisse in Allgemeiner Betriebswirtschaftslehre, Buchhaltung und Bilanzierung, Kostenrechnung, Finanzierung und Investition.

Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen im Schäffer-Poeschel Verlag war sehr harmonisch; dafür danken die Autoren.

Wir wünschen Ihnen Freude und viele Erkenntnisse beim Lesen des Buchs und beim Arbeiten mit diesem Buch.

Die Autoren danken Ihnen für Kommentare und Verbesserungsvorschläge (rolf.eschenbach@wu.ac.at; siller@beeratung.net).

Für Vortragende stellt der Verlag über seinen Dozentenservice unter www.sp-dozenten.de Lehrmaterialien zur Verfügung.

Rolf Eschenbach und Helmut Siller Wien und Oberalm im August 2019

1 Im Controlling-Bereich sind dasder Internationale Controller Verein (ICV) und die International Group of Controlling (IGC).

[15]Wie Sie mit diesem Buch arbeiten

Zentrale Begriffe und Hervorhebungen im Text

Zentrale Begriffe und Hervorhebungen im Text sind kursiv gedruckt, fett gedruckte Wörter im Text sind ausnahmslos im Glossar zu finden.

Lernziele

Am Anfang jedes der ersten zehn Kapitel stehen – grau unterlegte – Kästen mit den Lernzielen. Deren Aufgabe es ist, Ihnen zu zeigen, was Sie nach dem Durcharbeiten der einzelnen Kapitel an Erkenntnissen und Know-how erworben haben werden.

Zusammenfassung

Jedes Kapitel enthält eine übersichtliche, kurze Zusammenfassung der behandelten Inhalte.

Überprüfen Sie Ihr Wissen!

Jeder Zusammenfassung folgt ein Abschnitt mit Fragen zum Inhalt bzw. zu den Begriffen des vorangegangenen Kapitels. Diese Fragen dienen in erster Linie zur Selbstkontrolle. Mithilfe der Fragen können Sie prüfen, ob Sie den Inhalt verstanden haben. Auch können diese Fragen als Prüfungsfragen genutzt werden.

Learning by Doing

Für ein Lehrbuch ist die Vertiefung und Anwendung des Gelesenen und Erfahrenen in Form von Übungsfragen und -beispielen einschließlich Lösungen bzw. sinnvoller Lösungswege instruktiv und wichtig.

Am Ende jeden Kapitels folgt ein Abschnitt mit Angaben zu Übungs- bzw. Rechenbeispielen zur Verdeutlichung und Vertiefung der Inhalte. Manchmal ist es sinnvoll, eine Aufgabe in der Gruppe zu bearbeiten. Solche Aufgaben enthalten den Vermerk »Team«, der als Vorschlag zu verstehen ist. Oft gibt es nicht nur eine einzige richtige Lösung. Die Lösungsvorschläge, die Sie erarbeiten, können als Grundlage für Diskussionen mit anderen Studierenden und Vortragenden bzw. Controller-Kollegen dienen.

Die Lösungen bzw. Lösungsvorschläge zu den Übungs- und Rechenbeispielen finden Sie in Kapitel 10.

Glossar

Das Glossar enthält eine Auswahl wichtiger Begriffe, die im Buch verwendet werden. Diese sind im Text fett gedruckt, können aber aus Gründen des Leseflusses im Text nicht (immer) ausführlich erläutert werden. Bei jedem Begriff findet sich außerdem ein passender englischer Ausdruck.

[16]Literaturverzeichnis

Das Buch enthält ein zentrales, alphabetisch nach Autoren und Autorinnen geordnetes Literaturverzeichnis, um Ihnen die Suche nach den verwendeten Quellen zu erleichtern.

Stichwortverzeichnis

Das Stichwortverzeichnis am Ende des Buches umfasst die wesentlichen im Text verwendeten Stichwörter und Akronyme.

[17]Abkürzungsverzeichnis

A Internationales Autokennzeichen für Österreich
Abb. Abbildung
AG Aktiengesellschaft
AI Artificial Intelligence
Aufl. Auflage
BA Business Analytics
BDE Betriebsdatenerfassung
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie
BERI Business Environment Risk Intelligence Index
BI Business Intelligence
BSC Balanced Scorecard
bzw. Beziehungsweise
C2C Cash-to-Cash
CAPM Capital Asset Pricing Model
CFO Chief Financial Officer
CH Internationales Autokennzeichen für die Schweiz
CMS Compliance Management System
CR Corporate Responsibility
CRM Chancen- und Risiko-Management
CSR Corporate Social Responsibility
CZK Tschechische Krone/n
D 1. Internationales Autokennzeichen für Deutschland 2. Durchführen
3. Division
d. h. das heißt
d.i. das ist
d.s. das sind
DACH Deutschland, Österreich und Schweiz
db Deckungsbeitrag pro Stück
DB Deckungsbeitrag
DCF Discounted Cashflow
Dez. Dezember
DGFP Deutsche Gesellschaft für Personalführung
DIN Deutsche Industrie-Norm
DLT Distributed Ledger Technology
DMS Dokumenten-Management-System/e
DSGVO Datenschutz-Grundverordnung
E 1. Extraversion 2. Entscheidung
E- elektronisch, electronic
EAT Earnings after taxes
[18]EBT Earnings before taxes
EBIT Earnings before interests and taxes
EBITDA Earnings before interests, taxes, depreciation and amortization
EFQM European Foundation for Quality Management
EK Eigenkapital
engl. Englisch
EPU Ein-Person-Unternehmen
ER Eingangsrechnung
ERP Enterprise Resource Planning
ETL Extraktion, Transformation und Laden
et al. et alii (lat. für und andere)
etc. et cetera
EU Europäische Union
EUROSTAT Statistisches Amt der Europäischen Union
EVA Economic Value Added
f. (und die) folgende
F & E Forschung und Entwicklung
FC Funktionsbereichsbezogenes Controlling
ff. (und die) folgenden
FK Fremdkapital
FRAP Frequenz-Relevanz-Analyse für Probleme
GIGO Garbage in, garbage out
GK Gesamtkapital
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GPS Global Positioning System
griech. Griechisch
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
h Stunde
HGB Handelsgesetzbuch
Hrsg. Herausgeber
I 1. Introversion 2. Information
i. e. S. im engeren Sinn
i. w. S. im weiteren Sinn
i. d. R. in der Regel
IAS International Accounting Standard/s
ICV Internationaler Controller Verein
Ifo Institut für Wirtschaftsforschung
IFRS International Financial Reporting Standard/s
IGC International Group of Controlling
IKS Internes Kontrollsystem
IKT Informations- und Kommunikationstechnologie
ISM Institute for Supply Management
[19]ISO International Standardization Organization
IT Informationstechnologie
J Judging
Jg. Jahrgang
Jhdt. Jahrhundert
Kalk. Kalkulatorisch/e
k.o. Knock-out
Kap. Kapitel
kg Kilogramm
KI Künstliche Intelligenz
KPI Key Performance Indicator/s
kv variable Kosten pro Stück
KMU Klein- und Mittelunternehmen
KÖSt Körperschaftsteuer
KSV Kreditschutzverband
KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
L Lücke
lat. Lateinisch
LIFO Last in/Fist out
Liq. M. Liquide Mittel
LL Lieferungen und Leistungen
lmi Leistungsmengeninduziert
lmn Leistungsmengenneutral
LQMB Leitender Qualitätsmanagement-Beauftragter
M Mitwirken
m2 Quadratmeter
m3 Kubikmeter
MA Mitarbeiter
MBTI Myers-Briggs Type Indicator
MGU Mitgeltende Unterlage
Mio. Million/en
MIS Management-Informationssystem
MMT Management-Team
MOALS Mittelfristige Ziele (mid-term goals)
MR Management Review
Mrd. Milliarde/n
MS Microsoft
N Intuition
n Größe einer Stichprobe
NF Intuition-Feeling
NPO Non Profit Organisation
[20]Nr. Nummer
NT Intuition-Thinking
NWA Nutzwertanalyse
o. J. ohne Jahr(-esangabe)
o. S. ohne Seiten(-angabe)
o. V. ohne Verfasser(-angabe)
OCR Optical Character Recognition
ÖCI Österreichisches Controller-Institut
ÖSTAT Österreichisches Statistisches Zentralamt
OKR Objectives and Key Results
Okt. Oktober
OLAP Online Analytical Processing
ONR Österreichische Norm
OtC Order-to-Cash
QM Qualitätsmanagement
QMB Qualitätsmanagement-Beauftragter
P Perceiving
p Preis
PC Personal Computer
PDCA Plan-Do-Check-Act
PESTEL Political, Economic, Sociological, Technological, Environmental, Legal
PIMS Profit Impact of Market Strategy
Pkt. Punkt
Prolöt Problemlösungsteam
PtP Purchase to Pay
r(EK) Zinssatz des Eigenkapitals
r(FK) Zinssatz des Fremdkapitals
rd. Rund
RFID Radio-frequency identification
ROA Return on Assets
ROCE Return on Capital Employed
ROFE Return on Funds Employed
ROI Return on Investment
ROIC Return on Invested Capital
RONA Return on Net Assets
ROO Risk and Opportunity Officer
ROS Return on Sales
S 1. Sensing 2. Schaden
s (Ertrag-)Steuersatz
S/W schwarz/weiß
S. Seite/n
[21]SBU Strategic Business Unit/s
SC Spartenbezogenes Controlling
SF Sensing-Feeling
SGE Strategische Geschäftseinheit/en
SGF Strategisches Geschäftsfeld
SMS Short Message Service
SO Strengths/Opportunities
sog. sogenannte/er/es
span. Spanisch
SQL Structured Query Language
SP Strategischer Plan
SPEC Standard Performance Evaluation Corporation
ST 1. Sensing-Thinking 2. Strengths/Threats
Stk. Stück
SWOT Strenghts, Weaknesses, Opportunities, Threats
T Thinking
t 1. Tonne/n 2. Zeitpunkt
Tab. Tabelle
TCO Total Cost of Ownership
TED Technology, Entertainment, Design
TQM Total Quality Management
u. a. und andere/s
u.Ä. und Ähnliches
UGB Unternehmensgesetzbuch
URG Unternehmensreorganisationsgesetz
URL Uniform Resource Locator
USP Unique Selling Proposition
usw. und so weiter
USt Umsatzsteuer
v.a. vor allem
VA Verfahrensanweisung
var. Variable
vgl. Vergleiche
Vj. Vorjahr
VUCA Volatility, uncertainty, complexity, ambiguity
w Wahrscheinlichkeit
WACC Weighted Average Cost of Capital
WEG Wachstum, Entwicklung, Gewinn
WHU Otto Beisheim School of Management, Wirtschaftshochschule im Universitätsrang
WKO Wirtschaftskammer Österreich
[22]WO Weaknesses/Opportunities
WT Weaknesses/Threats
Z Zentral
z. B. zum Beispiel
ZBB Zero-Base-Budgeting
ZEW Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Zfbf Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung
ZfCM Zeitschrift für Controlling & Management